Zu der gestrigen Veranstaltung zur Bekämpfung von Armut in Burbach, im Burbacher Bürgerhaus erklärt Die Linke vor Ort:
„Was Burbach jetzt braucht ist ein entschiedenes Vorgehen für die Aufwertung des Stadtteils unter strikter, konsequenter Orientierung an den Interessen der Burbacherinnen und Burbachern“.
Nur so könne die zunehmende Wut, die zunehmende Enttäuschung über die realen Verhältnisse entgegengewirkt werden. Der seit vielen Jahrzehnten existierenden überdurchschnittlichen Armut folgten jetzt u.a. der weitere wirtschaftliche Niedergang, wie an den Geschäftsschließungen der letzten Zeit klar und deutlich ablesbar sei. Das sei nicht weiter hinnehmbar, so Ortsvorsitzender Manfred Klasen.
Am gestrigen Donnerstag haben Vertreter:innen des Landes gemeinsam mit dem Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conrad neue Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut im Stadtteil Burbach vorgestellt. Der Ortsverband Die Linke Burbach begrüßt grundsätzlich jede Initiative zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort, kritisiert jedoch die Versäumnisse der letzten Jahre und fordert endlich ein konsequentes Handeln statt weiterer Ankündigungen. „Viele der heute präsentierten Punkte werden seit Jahren besprochen und versprochen, ohne dass sich für die Menschen in Burbach spürbar etwas verbessert hat“, so OV Vorsitzende, Manfred Klasen.
„Der Bildungscampus Füllengarten wurde 2019 beschlossen und bis heute ist nicht viel passiert; das heißt für mehr als eine Generation von Kindern, dass sie bisher keine Verbesserung des Schulstandorts erfahren haben.
Über die Aufwertung der Burbacher Saarwiesen (Staaden) werde schon länger intensiv diskutiert. Sowohl Die Linke vor Ort als auch die Interessengemeinschaft Burbach, wie auch die Gemeinwesenarbeit fordern seit Jahren konkrete, formulierte Maßnahmen in den Saarwiesen, die die Aufenthaltsqualität verbessern und z.b. auch Feste vor Ort möglich machten. Der Burbacher Markt, mit seiner Betonfläche, sei insbesondere im Sommer dazu immer weniger geeignet. Dringend notwendig sei die Installation einer öffentlichen Toilette❗️in den Saarwiesen, die Errichtung einer Grillhütte und die Schaffung von Möglichkeiten für einen Imbisstand. Burbach brauche keine neuen Hochglanzkonzepte, so Die Linke, sondern konkrete Ergebnisse, die sich strikt an den formulierten Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner orientieren.
➡️ Die Burbacher Linke fordert:
1. Eine wirkliche Beteiligung der Menschen vor Ort und die konsequente Ausrichtung aller Maßnahmen an den Bedürfnissen der Burbacherinnen und Burbacher:
“Die bisherigen Maßnahmen zur Beteiligung sind nur bei wenigen Menschen in Burbach angekommen. Wie kann es sein, dass bei einer Umfrage nur 84 Personen teilgenommen haben? Bei der Veranstaltung gestern seien kaum Menschen aus dem Stadtteil dabei gewesen. Statt mit den Menschen wurde über sie gesprochen”, kritisiert Manfred Klasen. “Die Forderungen der Bürgerinnen und Bürger müssen die Basis der Arbeit für die angekündigten Arbeitsgruppen sein. Die Menschen im Stadtteil wissen am besten, wo der Schuh drückt und haben Ihre Vorstellungen schon mehrfach in Stadtteilkonferenzen und Arbeitsgruppen klar formuliert”, betont Klasen.
2. Verbindliche Zeitpläne und Budgets: “Die angekündigten Maßnahmen dürfen nicht im Sande verlaufen. Leider haben die Menschen in Burbach in der Vergangenheit nämlich genau diese Erfahrung gemacht. Es wurde viel angekündigt und wenig umgesetzt”, so Manfred Klasen. “Das Land und die Stadt müssen in den Stadtteil nicht nur mit Worten sondern auch mit Geld investieren.”
3. Nachhaltige soziale Infrastruktur: “Investitionen in Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, soziale Treffpunkte, bezahlbaren Wohnraum und die Stärkung der Gemeinwesenarbeit Burbach müssen Priorität haben. Burbach ist ein lebendiger Stadtteil mit großem Potenzial. Wesentlich sei die Arbeit an der Verbesserung des Zusammenlebens der verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Stadtteil. Da zeige die Stadt, gerade in letzter Zeit zu wenig Engagement❗️
Das Potenzial in Burbach könne aber nur genutzt werden, wenn die Politik endlich den Menschen zuhört und ihnen echte Perspektiven bietet“, so Die Linke weiter. Und letztlich wird sich insbesondere die Landeshauptstadt verstärkt um das Thema „Müll und Vermüllung“ kümmern müssen!
Die Burbacher Linke wird den Prozess kritisch und engagiert begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Interessen der Burbacherinnen und Burbacher nicht nur auf dem Papier stehen, sondern tatsächlich in die Tat umgesetzt werden! Tatkräftig unterstützen werden diesen Prozess unser Vertreter im Bezirksrat West und im Stadtrat, André Jordt, sowie unser Vertreter im Regionalverband Saarbrücken, Manfred Klasen.
Kontakt:
DIE LINKE OV Burbach-Altenkessel
Manfred Klasen
Vorsitzender
Mobil: 0176-52457293
