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Panoramabild von Saabrücken von oben mit dem historischen Rathaus St. Johann

Urologie in Sulzbach muss erhalten bleiben!

Die Linksfraktion im Regionalverband Saarbrücken weist die Begründungen für die Schließung der Urologie in der Knappschaftsklinik Sulzbach in aller Schärfe zurück: „Es ist ein Angriff auf die Gesundheit der Bevölkerung, auf ihre Lebensqualität und auf die flächendeckende medizinische Versorgung im Saarland“, kritisiert Fraktionsvorsitzender Jürgen Trenz.

„Da hat SPD-Gesundheitsminister Jung gemeinsam mit den Verantwortlichen der Knappschafts-Klinik den Patienten, dem medizinischen Personal und der Bevölkerung ein bitteres Weihnachtsgeschenk beschert. Es ist ein Treppenwitz, wenn Studien-Theoretiker behaupten, die Anzahl stationärer Fälle würde künftig sinken, wenn doch jeder Praktiker jetzt schon weiß, dass eine alternde Bevölkerung eher mehr medizinische Versorgung als weniger braucht.“ 

Auch das Argument, man würde die künftig fehlende Krankenhaus-Behandlung durch eine ambulante Versorgung auffangen, sei falsch. Schon jetzt müsse man monatelang auf eine Facharztbehandlung in Praxen warten und kann den stationären Rückgang nicht automatisch „auffangen“, betont Trenz. „Die geplante Schließung der Urologie in Sulzbach ist ein riesiger Fehler und dafür braucht man keine Studien“, sagt Trenz und zerpflückt die Argumentation, auf die sich die Geschäftsleitung der Klinik bezieht: „Besonders perfide ist die Rolle der Studie, die als wissenschaftliche Grundlage für die Urologie-Schließung herhalten soll. Sie wurde von den Krankenkassen in Auftrag gegeben, bezahlt und Mitte 2024 vorgestellt – also von jenen Akteuren, die ein Interesse daran haben, teure Abteilungen zu schließen und ihre Kostenbilanz zu verbessern! Wer die Studie als Entscheidungsgrundlage benutzt, leugnet die Realität der Patientinnen und Patienten: Jeden Tag verlassen sich Männer, Frauen und Familien in Sulzbach und Umgebung auf eine wohnortnahe urologische Versorgung. Diese Menschen sind keine Zahlen, sie sind Leben, und sie dürfen nicht den finanziellen Interessen geopfert werden“, verlangt Trenz. „Patienten werden jetzt längere Wege für urologische Diagnostik und Behandlung in Kauf nehmen müssen – besonders ältere Menschen ohne Pkw. Das ist einfach nur noch unfassbar, was in der saarländischen Kliniklandschaft läuft.

 Die Knappschaftsklinik versuche, die Schließung als „notwendige Optimierung“ zu verkaufen. Auch dies sei eine dreiste Täuschung. Es ginge nicht ums Patientenwohl, es geht um Einsparungen, um Umstrukturierungen, die den Profit der Klinikleitung erhöhen, während die Menschen vor Ort die Zeche zahlen. Dass eine Abteilung geschlossen wird, nur weil sie angeblich nicht „ausreichend ausgelastet“ ist, zeigt die kalte Logik eines Gesundheitssystems, das Geld über Leben stellt.  Gesundheit ist aber keine Ware und darf nie eine Ware sein. Wir fordern Gesundheitsminister Jung auf, hier sofort einzugreifen!“   

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