Als ausgesprochen bedenklich hat DIE LINKE. Kreisverband Saarbrücken den Zustand des Stadtverbandes im Bezug auf seine Familienfreundlichkeit bezeichnet. Das der Stadtverband Saarbrücken laut Familienatlas 2007 der Bundesregierung als "gefährdete Region mit schlechten Rahmenbedingungen und mittelmäßiger Politik" ausgewiesen wird, müsse alle Verantwortlichen in den Verwaltungen zum sofortigen Handeln veranlassen. Dabei sei, so DIE LINKE im Stadtverband, die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Wohnsituation und das Wohnumfeld zu richten. In diesem Bereich schneide der Saarbrücker Großraum besonders schlecht ab. Untersucht wurden die Bedingungen zu den Themen: Günstige Preise für Mieten und Bauland, die Verfügbarkeit von großen Wohnungen, ausreichend freie Flächen zum Spielen sowie die Entfernungen zwischen Wohn- und Arbeitsort. Ebenfalls berücksichtigt wurden Fragen wie Verkehrssicherheit, Kriminalität und die medizinische Versorgung von Kindern. In diesem Zusammenhang fordere DIE LINKE den Stadtverband im Rahmen der Jugend- und Sozialplanung auf eigene Untersuchungen zu den Schwächen und Handlungsmöglichkeiten durchzuführen. Zusammen mit den Städten und Gemeinden müssten die Möglichkeiten familiengerechten Wohnraums, einer Verbesserung der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr und dem Erhalt und der Gestaltung von Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten erörtert und angeschoben werden. Ganz wesentlich sei es Wohnen, Freizeit, Einkaufen und Arbeiten räumlich wieder zusammenzuführen und damit Fahrzeiten zu verkürzen sowie Gefährdungspotenziale einzuschränken. Absolut kontraproduktiv sei eine Ausdünnung des Bus- und Bahnverkehrs, der Verkauf öffentlich geförderter Wohnungen an Kapitalgesellschaften oder auch der Abbau von Spielflächen und Spielzonen. Das es auch gut funktionierende kommunale Strukturen gäbe zeige das Beispiel des Landkreises Bernkastel-Wittlich, dem eine "sehr familienfreundliche Politik" bescheinigt wurde. Es könne kein Fehler sein, so DIE LINKE, sich mit den Verantwortlichen vor Ort zusammenzusetzen und von den dortigen Konzepten zu lernen.