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16. Juni 2008

Gut besuchte Veranstaltung der Linken

Das Thema Energie stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung des Friedrichsthaler Ortsverbandes der Partei Die Linke. Vorsitzender Jürgen Trenz konnte dabei den Bundestagsabgeordneten und energiepolitischen Sprecher der Linken Hans-Kurt Hill begrüßen. Außerdem waren die Landtagsabgeordnete Barbara Spaniol und Marie-Luise Innocent vom Solar-Büro Saarbrücken auf dem Podium vertreten. Hill forderte in seinem Vortrag eine Energiewende in Deutschland. Man müsse die Energie klüger nutzen um den Bedarf an Strom, Wärme und Kraftstoffen zu senken. Der Ausbau der hocheffizienten Kraft-Wärme Kopplung sei dabei ein wichtiger Baustein. Wichtig sei auch das Potential von heimischer erneuerbarer Energie stärker auszunutzen. Diese Energien schafften neue qualifizierte Arbeit und würden auch für eine friedliche Energiepolitik stehen. Um die letzten Gas- und Ölreserven werde nach Meinung von Hill ständig Krieg geführt. Auch deshalb sei eine Wende notwendig. Barbara Spaniol beklagte eine im Saarland fehlende vorausschauende Energiepolitik. Solarstrom könnte bis zum Jahr 2020 so viel Strom liefern wie das jetzige Kohlekraftwerk Ensdorf. Durch den Einsatz von Windenergie, Erdwärme und Solarthermie können Privathaushalte den Bedarf von Öl und Gas erheblich senken. Marie-Luise Innocent betonte, das Strom aus Sonnenenergie nicht nur klimafreundlich sei, sondern auch sichere Arbeitsplätze und hohe Investitionen vor Ort schaffe. Das regionale Handwerk würde davon profitieren. Innocent prognostizierte, das Sonnenenergie bald schon billiger sei als Strom aus der Steckdose. Gestützt durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gäbe es für Solarstrom 20 Jahre lang eine garantierte Vegütung. Nach den Vorträgen wurde von den vielen Besuchern im Rechtsschutzsaal die Möglichkeit der Diskussion sehr engagiert genutzt. Jürgen Trenz betonte zum Abschluß daß das eingeläutete Ende des Bergbaus im Saarland ein trauriges Kapitel darstelle. Generationen hätten durch den einzigen Rohstoff den die Bundesrepublik habe jederzeit sichere Energie gehabt. Er äusserte Unverständnis über die fehlende Energiepolitk der saarländischen Landesregierung. Während in anderen Ländern wieder Kohlegruben fördern, mache man sich derzeit vollkommen von Importen abhängig. Trenz betonte, das der Ortsverband Friedrichsthal der Linken in Zukunft weitere Veranstaltungen mit namhaften Referenten durchführen werde.