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11. Juni 2008

Gondwana informiert DIE LINKE

Dem Kreisvorsitzenden Wolfgang Klos, stand etwas Wehmut im Gesicht geschrieben als er mit einer Delegation der saarländischen LINKEN an seiner ehemaligen Wirkungsstätte, dem Bergwerk Reden, von Investor Matthias Michael Kuhl begrüßt wurde. MdL Barbara Spaniol informierte sich mit Vertretern der Kreisvorstände Saarbrücken und Neunkirchen, der Ortsverbände Schiffweiler und Friedrichsthal sowie weiteren Mitgliedern des Landesvorstandes der LINKEN hier aus erster Hand über den Stand der Baumaßnahme Gondwana-Park am Zukunftsstandort Reden.
Vor den trockenen Themen wie Bauzeitenplan, Besucherprognose, Finanzierung oder Verkehrsproblematik präsentierte der Gastgeber die vor einigen Tagen eingetroffenen Teile (Duplikate) des Argentinosaurus, des größten jemals gefundenen Lebewesens. Das Skelett mit riesigen Ausmaßen soll später als Attraktion im Gastronomiebereich des Unternehmens zu bewundern sein. Ebenfalls konnten, trotz widriger Bodenverhältnisse, die eigentliche Hallenbaustelle und der geplante Außenbereich an der Bergehalde eingesehen werden.
Projektentwickler und Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Kuhl stellte daraufhin einige Eckdaten seiner Planungen vor und betonte auf mehrfache Nachfrage, dass der avisierte Eröffnungstermin im November dieses Jahres eingehalten werden können. Dr. Andreas Braun, wissenschaftlicher Leiter des Großprojektes, veranschaulichte an Plan und Modell der 4000 qm großen Halle, wie man sich die Präsentation der Vorzeiten unserer Erdgeschichte vorstellt und betonte hierbei den Unterschied zu herkömmlichen Freizeitparks; Gondwana hat den Anspruch neben dem Unterhaltungsaspekt dem Besucher auch einen Bildungsnutzen zu vermitteln.
Diskussionsthemen waren neben der Finanzierung des Gesamtprojektes, die erwartete Verkehrsproblematik in den Anliegergemeinden, die Prognose der Besucherzahlen, der erwartete Eintrittspreis, vom Investor unverbindlich mit 14 Euro beziffert, die Berücksichtigung ortsansässiger Unternehmen, die entstehenden Arbeitsplätze und vieles mehr.
Für die Stadt Friedrichsthal muss nach Meinung des kommunalpolitischen Sprechers des Landesvorstandes der LINKEN, Jürgen Trenz, das erwartete Verkehrsaufkommen auf andere Straßen verlagert werden. Der hauptsächlich hiervon betroffene Stadtteil Bildstock sei schon heute durch den Schwerlastverkehr, extrem stark belastet; weitere zusätzliche Verkehrsströme wären hier für die Wohnbevölkerungen nicht mehr hinnehmbar. Hierbei sei auch die saarländische Landesregierung gefordert.
Jürgen Trenz bedankte sich abschließend bei Matthias Michael Kuhl für dessen Einladung und wünschte, auch im Interesse der unmittelbar betroffenen Gemeinden Schiffweiler und Friedrichsthal, dem Projekt möglichst großen Erfolg und die angestrebte Besucherzahl. Die Anliegergemeinden sollten nach seiner Ansicht die Chancen, die sich aus dieser, derzeit größten, Investition im Landkreis bieten, intensiv nutzen.