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18. September 2008

Kompetenzagentur für Jugendliche wird in Burbach gebraucht

Als völlig absurd und inhaltlich nicht nachvollziehbar hat DIE LINKE. Saarbrücken-West die Schließung der Kompetenzagentur des Ausbildungszentrums Burbach bezeichnet. Dass die Agentur aufgrund von Änderungen der Förderrichtlinien des Bundes gezwungen sei, ihre nachweisbar notwendige Arbeit aufzugeben, mache den „Wahnsinn der Förderpolitik in Berlin deutlich.
Jedem halbwegs vernünftigen politisch Tätigen vor Ort sei es nicht entgangen, dass gerade Jugendliche aus Migrantenfamilien auf massive Unterstützung beim Übergang von der Schule zur Berufsausbildung bzw. zum Beruf angewiesen sind. Gleiches gelte generell für Jugendliche aus belasteten Familienverhältnissen. Diese Hilfen, durch Bundesentscheid nun radikal zu verringern, bedeute nichts anderes als die eh schon geringeren Chancen der Betroffenen faktisch gegen Null zu fahren. Das sei in höchstem Maße unverantwortlich und produziere Probleme, die letztlich auf die gesamte Gesellschaft zurückfielen.
Gerade in Burbach, einem Saarbrücker Stadtteil mit einem hohen Migrantenanteil, seien die genannten Hilfen für die weitere Entwicklung vor Ort von großer Bedeutung.
Von daher gehe der dringende Appell in Richtung Berlin, die Kompetenzen und das eigenständige Handeln von Bundesagentur und den lokalen Argen zu stärken. Sie müssten die Kompetenz erhalten, in einem gewissen Umfang, sozial- und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen auch dann zu fördern, wenn die Bundesrichtlinien andere Regelungen vorsehen. Nur so könnten regional und lokal ausgeprägte Fördernotwendigkeiten ausreichend berücksichtigt werden.