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21. September 2011 Jugendverband

Wenn Schüler zur Flasche greifen

Jeder dritte Gymnasiast in Deutschland trinkt regelmäßig Alkohol, so das Ergebnis einer Studie. Jugendvertreter aus
dem Saarland trafen sich zur Diskussion. Sie fordern mehr Aufklärung über Alkohol an Schulen.
Von SZ-Mitarbeiter
Benjamin Rannenberg
Saarbrücken. Kinder und Jugendliche sollten so früh wie möglich über einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol aufgeklärt werden. Das
ist das Ergebnis einer Podiumsdiskussion, die jetzt in Saarbrücken stattfand. Auf Einladung der Linksjugend Saarbrücken diskutierten Vertreter des
Landesjugendringes Saar, der Saarbrücker Stadtratsfraktionen und der Jungsozialisten die Frage: Ist es noch wichtig, das Thema „Alkohol in
Schulen“ anzusprechen? Martin Kalkoffen, jugendpolitischer Sprecher der Linke-Stadtratsfraktion in Saarbrücken, verwies auf eine Studie, die die
Uni Lüneburg im Vorjahr im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse erstellt hatte. „Die Studie enthält das für mich erschreckende
Ergebnis, dass zum Beispiel jeder dritte Gymnasiast in Deutschland regelmäßig Alkohol trinkt“, berichtete Kalkoffen. Schüler begründeten ihr
Trinkverhalten mit Stress und damit verbundenem Leistungsdruck an Schulen. Er plädierte dafür, das Thema an Schulen im Saarland stärker
anzusprechen. Der Vorsitzende des Jusos-Kreisverbandes Saarpfalz, Philipp Weis, sagte, man müsse schon in Grundschulen mit diesem Thema
beginnen. Daher sollte an Schulen ein Fach wie Lebensgestaltung eingeführt werden, „in dem man unter anderem lernt, mit Stress und mit Alkohol
umzugehen“. Thomas Escher, jugendpolitischer Sprecher der FDP-Stadtratsfraktion Saarbrücken, schlug vor, dass geschultes externes Personal mit
Schülern über Alkoholkonsum sprechen solle. Kinder sollten seiner Meinung nach dadurch so früh wie möglich gestärkt werden. Die Vorsitzende des
Landesjugendringes Saar, Catharina Becker, fügte an, es sei wichtig, dass sich Jugendliche auch gegenseitig stärken. Becker lobte in diesem
Zusammenhang das Projekt „Saar-Bob“, das den Zusammenhalt untereinander fördere, weil immer jemand aus einer Gruppe beauftragt sei, alle
sicher nach Hause zu bringen