Mit heftiger Kritik hat DIE LINKE. Kreisverband Saarbrücken auf die, mehrfach geäußerte, ablehnende Position des SPD-Kandidaten für das Amt des Regionalverbandsdirektors, Peter Gillo, zum Sozialpass reagiert. Dass ein gelernter Sozialarbeiter, wie Gillo, den Vergünstigungsausweis für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln ablehne, disqualifiziere ihn als zukünftigen Regionalverbandsdirektor.
Gerade er müsse wissen, dass der Sozialpass eine der wichtigsten Möglichkeiten auf Regionalverbandsebene darstelle, die Lebensqualität ärmerer Bevölkerungsgruppen zu verbessern.
„<//font>(Sozial)Rentner und Erwerbsgeminderte nach SGB XII, Hartz-IV-Bezieher, Sozialhilfe-berechtigte, immer mehr Menschen, die mit Billiglöhnen leben müssen und generell ärmere Bevölkerungsgruppen, brauchen einen solchen Pass dringend", so DIE LINKE. <//font>
Mangelnde finanzielle Mittel führten zu Isolation und Vereinsamung, da bereits eine Bus- oder Bahnfahrkarte oder die Eintrittspreise für Zoo und Schwimmbad nicht mehr bezahlbar seien. Der Sozialpass sei ein lokales Instrument, um die Teilhabe einkommensarmer Menschen am gesellschaftlichen Leben sicherzustellen. Dies sei eine Aufgabe, der sich niemand ernsthaft entziehen könne, der Verantwortung im Regionalverband tragen wolle.
Offensichtlich, so DIE LINKE, könne man von dem Vertreter einer Hartz-IV-Partei, wie Gillo (SPD), eine soziale Wende nicht erwarten. DIE LINKE. Kreisverband Saarbrücken habe bereits bei ihrer Gründungsversammlung, als erste programmatische Aussage, einen Beschluss zum Sozialpass gefasst.
Im Gegensatz zu Gillo habe sich Klaus-Eckhard Walker, Kandidat der LINKEN für das Amt des Regionalverbandsdirektors, ebenfalls eindeutig für die Einführung eines Sozialpasses im Regionalverband ausgesprochen.