Zurück zur Startseite
23. Juli 2009

DIE LINKE. Fraktion im Regionalverband Saarbrücken

DIE LINKE im Regionalverband Saarbrücken hat sich dafür ausgesprochen, auf eine Leihgebühr für Schulbücher zu verzichten. Lernen in der Schule dürfe grundsätzlich nicht mit Kosten verbunden sein, so der Fraktionsgeschäftsführer Sigurd Gilcher.

Bildung sei von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft insgesamt, wie auch für jeden Einzelnen. Daher müsse sie unabhängig vom Einkommen für alle gleichermaßen offen stehen. Dies gelte auch in den Schulen des Regionalverbandes.

Für Dagmar Trenz von der linken Fraktion stellen sich mit der Leihgebühr ganz konkrete Probleme, die bisher verschleiert worden seien. Nur im Kleingedruckten sei nachzulesen, dass die geliehenen Bücher bezahlt werden müssten, wenn sie beschädigt seien. Die Erfahrung zeige jedoch, dass nur die wenigsten Bücher nach einem Jahr Nutzung keine deutlichen Gebrauchsspuren aufweisen. Es dürfe nicht sein, dass Eltern am Ende des Schuljahres eine unerwartete Rechnung vorgelegt bekämen. 

Ein weiteres Problem betreffe die Kinder von Eltern mit Sozialleistungsbezug. Bisher konnten hier Zuschüsse beantragt werden, jetzt müssten Anträge auf Befreiung von der Leihgebühr gestellt werden. Dies sei aber vielfach nicht bekannt, so DIE LINKE. Daher sollten sich betroffene Eltern – etwa mit Einkünften aus Hartz-IV-Leistungen – direkt an das „Amt für Ausbildungsförderung“ wenden.

Weitere Auskünfte erteilt die Info-Hotline der Schulbuchausleihe unter Telefon: (0681) 506-75 77 bzw. (0681)506-7465.  


  

Dagmar Trenz      Sigurd Gilcher