Mit Entsetzen hat DIE LINKE.Kleinblitterdorf die Entscheidung des Gemeinderates Kleinblittersdorf zur Kenntnis genommen, dass der Konzessionsvertrag mit Energis (RWE) um 20 Jahre verlängert wird.
"CDU und Bürgermeister Strichertz schreiben somit die Energiepolitik für nächsten Jahrzehnte fest", erklärt der Orstverbandsvorsitzende Mario Bender. "Somit wird Energis (RWE) die Monopolstellung zugesichert."
Mit diesem Vertrag übergibt die Gemeinde Kleinblittersdorf der Energis (RWE) das Recht, gegen Bezahlung einer Konzessionsabgabe die öffentlichen Liegenschaften wie Wege, Plätze, Strassen für seine Leitungen zu verwenden. Ohne diese unseligen Verträge in einer Vielzahl von Kommunen wäre RWE nur ein kleines Verteilunternehmen und hätte seine derzeitige Monopolstellung nicht erreicht, ist Bender überzeugt.
Der Gemeinderat Kleinblittersdorf kann nach diesem folgenschweren Beschluss frühestens in 20 Jahren (!) den Vertrag mit Energis (RWE) beenden. Die Gründe für diesen Knebelvertrag seien nicht bekannt. "Hier hat man sich an der Zukunft unseres Ortes und seiner Einwohner auf Dauer versündigt. Grundsätzlich vertreten wir die Meinung, Stromerzeugung und die Wertschöpfung müsse vor Ort in der Kommune stattfinden."
"Würde die Stromerzeugung vor Ort stattfinden", erläutert Bender, "würden auch Arbeitsplätze für Montage und Wartung in Kleinblittersdorf geschaffen. Insbesondere die Abzocke bei den regelmäßig stattfindenden Preissprüngen hätten uns dazu bringen müssen, nicht fremde Energie zu verteilen, sondern auch selbst zu erzeugen. Damit könnte man sich von den sprunghaften Energiepreisen und der Abhängigkeit abkoppeln."
Anstelle von großen Kraftwerken böten sich lokale Möglichkeiten, wie Kraft-Wärme -Kopplung, Photovoltaik, Wind und Wasserkraft an. "Leider müssen nun die Bürger von Kleinblittersdorf auch in Zukunft mit kräftigen Preiserhöhungen beim Strom rechnen, dank dieses verheerenden CDU-Ratsbeschlusses."