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23. September 2018

Thomas Lutze (MdB): Anliegen der saarländischen Busfahrer ernst nehmen

Anlässlich des am Montag stattfindenden Warnstreik der saarländischen Busfahrer erklärt Thomas Lutze, Mitglied des Bundestages: „Die Gewerkschaft Verdi hat vollkommen Recht, wenn sie mit einem ganztägigen Warnstreik auf die verfahrene Situation in der saarländischen Verkehrspolitik aufmerksam macht. Vor allem der Mangel an qualifizierten Fahrerinnen und Fahrern führt in fast allen Landesteilen dazu, dass Fahrten ausfallen müssen und die Fahrgäste dann im Regen stehen. Dies kann nur dadurch korrigiert werden, wenn sich die Entlohnung deutlich verbessert und dieser Beruf dadurch wieder attraktiv wird.“

Lutze weiter: „Wir brauchen aber auch strukturelle Veränderungen. Der Verkehrsraum Saarland mit rund einer Million Einwohnern benötigt einen Gesamt-Verkehrsbetrieb und einen echten Verkehrsverbund. Derzeit hat das Saarland mit dem SaarVV lediglich einen Tarifverbund, der zu Recht in der Kritik steht. Und perspektivisch bringt es auch nichts, jedes Jahr die Ticketpreise zu erhöhen, damit die bescheidenen Lohnsteigerungen ausgeglichen werden können. Ein ticketfreier und umlagefinanzierter ÖPNV – wie ihn auch die Landräte von Saarlouis und St. Wendel angeregt haben – wäre eine echte Alternative. Derzeit liegt der Anteil der Ticketpreiserlöse an den Gesamtkosten des ÖPNV im Saarland bei unter 30 Prozent. Den „Rest“ zahlen bereits heute die Steuerzahler,“ so Lutze abschließend.