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20. September 2018

DIE LINKE fordert „Kontingentwohnungen“ für Wohnungssuchende

* Alleinerziehende, stark Verschuldete und psychisch Erkrankte mit Wohnraum versorgen

„Menschen die besonders große Probleme haben eine bezahlbare Wohnung zu finden, brauchen unsere verstärkte Unterstützung“, so Jürgen Trenz, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Regionalverband.

„Deshalb wird DIE LINKE für den Haushalt 2019 einen Antrag stellen, der die Schaffung von 100 sogenannten Kontingentwohnungen vorsieht.“

Die Wohnungen, die vom Regionalverband angemietet werden, sollen Menschen zugutekommen, die z.B. als Alleinerziehende mit vielen Kindern, als psychisch beeinträchtigte Menschen, als stark Verschuldete mit Schufa-Eintrag oder als ehemalige Gefangene besonders starke Probleme haben überhaupt eine Wohnung zu finden.

In der Regel, so DIE LINKE, handele es sich um Personen, die bereits Hartz IV- oder Grundsicherungsleistungen beziehen und deren Wohnkosten vom Regionalverband übernommen würden, wenn sie denn eine Wohnung finden könnten. Für Menschen in Wohnungsnot, für die jedoch keine oder noch keine Leistungen gezahlt werden, müssten zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Zusammen mit der notwendigen Personalisierung der Vermittlung und Verwaltung der Kontingentwohnungen seien Mittel in Höhe von 62.500 € zusätzlich bereitzustellen.

In Städten wie Köln, Hamburg oder Berlin werden unterschiedliche Konzepte für Kontingentwohnungen umgesetzt.

Neben der Bereitstellung von „Kontingentwohnungen“ müsste selbstverständlich die bisherige Wohnraumvermittlung deutlich verbessert werden. Die reine – zeitlich verzögerte – Nennung von scheinbar freien Wohnungen an Sozialleistungsbeziehende durch das Sozialamt, habe sich als „klar unzureichend“ erwiesen.

Mit der Anmietung von „Kontingentwohnungen“ werde der Regionalverband am eigenen Leibe spüren wie schwer und vielfach unmöglich es sei, mit den offiziell zugestandenen Geldmitteln eine menschenwürdige Wohnung zu finden. „Die Richtwerte für die Gewährung von Wohnkosten sind deutlich zu erhöhen“, so Fraktionsvorsitzender Jürgen Trenz abschließend.