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5. November 2018

Gegen die unsoziale Geschäftspolitik der Prevent-Gruppe - Für Mitarbeiterbeteiligung! - Solidarität mit allen Beschäftigten bei Neue Halberg Guss in Leipzig und Saarbrücken

Die Unterzeichner der Saarbrücker Erklärung, anlässlich einer weiteren Diskussionsrunde des Netzwerks Wirtschaftsdemokratie in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Saarland, fordern mehr Selbstbestimmung statt geringer Mitbestimmung im Arbeitsleben der Beschäftigten ein. Wir stehen in Solidarität an Eurer Seite im Kampf für den Erhalt von Arbeitsplätzen in Leipzig und Saarbrücken.

Respekt und Anerkennung habt Ihr in Eurem Kampf mit Eurer Interessenvertretung der IG Metall verdient. Ihr kämpft für Euer Recht auf gute Arbeit, auf faire Bezahlung, auf eine gesicherte Zukunft mit Euren Familien.

Die Verantwortung tragenden Politiker fordern wir auf, sich den arbeitsplatzgefährdenden Geschäftspraktiken der Prevent-Gruppe entgegenzustellen. Öffentliche Gelder oder Bürgschaften dürfen nur zugesagt werden, wenn es zu tragfähigen Lösungen kommt. Dazu zählt beispielsweise die Mitarbeiterkapitalbeteiligung.

Mit Blockaden verhindern aktuell die Beschäftigten den Abtransport von Maschinen und technischem Knowhow und sichern so den Fortbestand von Neue Halberg Guss. Wir unterstützen konkrete Beschäftigungsinitiativen, die Mitbestimmungsrechte stärken und Beteiligungskonzepte umsetzen.

Die Unterzeichner sind der festen Überzeugung: So wird gewährleistet, dass mehr Einfluss auf eine wirtschaftlich nachhaltige, soziale und diversifizierende Unternehmenspolitik gesichert werden kann.

Die Landesregierung ist darüber hinaus dringend aufgefordert, tragfähige Zukunftskonzepte zum Erhalt des Industriepotenzials an der Saar vorzulegen.

Das Netzwerk Wirtschaftsdemokratie ist ein informeller Zusammenschluss saarländischer Organisationen, Institutionen und Persönlichkeiten, die sich mit Fragen von Demokratie und Wirtschaft befassen.

Saarbrücken, November 2018