DIE LINKE.  Saar 


1. März 2020

DIE LINKE. Burbach: BURBACH GEMEINSAM - BURBACH FÜR ALLE !

Burbach ist ein Stadtteil – unser aller Stadtteil – der viel Gutes bereit hält. Den besten Fischladen des Saarlandes, die beste Bio-Metzgerei im Umland, der beste Schuhladen in Saarbrücken, einem vergleichsweise dichten Netz an kleineren und größeren Läden, engagierten Gewerbetreibenden usw. Vor allem aber gibt es in unserem Stadtteil noch Solidarität und praktizierte Gemeinschaft, Menschen die ihr Herz auf der Zunge tragen, die ehrlich und direkt sind. Es gibt Menschen und Vereine die täglich Integration praktizieren und sich für die Gegenwart und Zukunft ihres Stadtteils engagieren.

Unser Stadtteil Burbach ist aber auch geprägt von großer Armut, von Wohnungsmangel, von einem schlechten Ruf, von falschen politischen Entscheidungen und der Vernächlässigung durch die zentrale Stadtverwaltung. Knapp 40% aller Burbacher*innen sind von Hartz-IV-Leistungen abhängig und noch einmal knapp 14% müssen mit Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung leben. Weit über 50% der Kinder unter 15 Jahren wachsen mit Hartz IV auf und werden jeden Tag ein Stück weit ihrer Zukunftschancen beraubt. Die Leerstände in den Geschäftsstraßen sind alarmierend und das Ergebnis mangelnder Kaufkraft. Der Autoverkehr auf der B51 und den Ausfallstraßen ist stark belastend und das obwohl die Burbacher*innen weniger Autos besitzen als Menschen in anderen Stadtteilen. Der ÖPNV ist deutlich ausbaufähig, insbesondere der (Saar)Bahnverkehr und die Busverbindungen über die Saar sind unzureichend. Der optische Gesamtzustand des Stadtteils ist verbesserungsfähig. Ein langjähriges Ärgernis ist die Bauruine in der Luisenthaler Straße. Ein baufälliges Haus mit ehemals über 60 Wohnungen gammelt vor sich hin statt einem Neubau Platz zu machen. Die Stadtverwaltung zuckt mit den Achseln. Die Stadtverwaltung rühmt sich damit auf den Saarterassen und dem Science Park tausende neue Arbeitsplätze geschaffen zu haben. Dort kann aber kaum jemand aus Burbach arbeiten! Der Strukturwandel hat Burbach stark zugesetzt.

Fast noch schlimmer als die genannten Missstände ist die Geringschätzung und die Arroganz mit der die Stadtverwaltung in Burbach auftritt. Planungen etwa am Burbacher Markt werden gegen die formulierten Interessen der Bevölkerung durchgesetzt. Dazu gehören ein massives Marktdach als Hindernis mitten auf dem Marktplatz, eine freigelegte Sandsteinwand die vor sich hin bröckelt, eine absurde Verkehrsführung die Autos durch den Wochenmarkt führt und eine Bahnstation Burbach-Mitte die vom Marktplatz aus nur mit großen Umwegen erreicht werden kann.

Mit der Missachtung der Burbacher Interessen muss Schluss sein! In Zukunft muss gelten, dass sich alle Planungen an den formulierten Interessen der Burbacher*innen orientieren müssen.

- Burbach braucht mehr Sozialberatung! Gerade Menschen in Armut brauchen die Solidarität, Rat und Hilfe und das bedeutet den Ausbau der Gemeinwesenarbeit und mehr Sozialberatung.

Das Jobcenter ist dazu - nach eigenen Angaben - nicht umfänglich fähig – wie auch?

- Burbach braucht mehr Arbeit für Burbacherinnen und Burbacher! Dazu müssen u.a. mehr Möglichkeiten in Beschäftigungsprojekten geschaffen werden.

- Burbach muss seine Möglichkeiten bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen zu schaffen voll ausnutzen. Die Wohnungen und ein kleiner Discounter könnten u.a. anstelle der Bauruine in der Luisenthaler Straße entstehen. Die notwendigen Maßnahmen dazu sind einzuleiten.

- Burbach braucht mehr Bus und Bahn - Verkehr sinnvoll lenken. Mit einer S-Bahn (oder Saarbahn) im 15-Minuten Takt könnte eine schnelle Verbindung nach Saarbrücken und Völklingen erreicht werden. Der Haltepunkt Burbach-Mitte muss fußläufig an den Burbacher Markt angeschlossen werden. Ein zusätzlicher Bahn-Haltepunkt am Füllengarten ist nötig, um den wachsenden Verkehr durch neue Einrichtungen und Bautätigkeit in diesem Bereich aufzufangen. Der Autoverkehr muss zumindest an Markttagen und beim Dienstleistungsabend vom Burbacher Markt ferngehalten werden!

- Burbach braucht mehr Treffpunkte. Dazu gehört die Wiedereröffnung der Gaststätte „Rolandseck“ im Ortszentrum (mit Nebenraum, Kegelbahn und Hotelzimmern) und der Ausbau der Burbacher Saarwiesen zu einem echten Freizeitzentrum (kurzfristig: Strom, Wasser und eine Toilette). Wir wollen „Burbach am Fluss“ als einen ausgebauten Treffpunkt für alle Burbacher*innen egal woher sie stammen.

- Den Bedürfnissen der Burbacher*innen nach sozialen Angeboten, Arbeit, Wohnen, Verkehr, Versorgung und Freizeit muss entsprochen werden. Dies ist auch ein guter Ansatz um dem organisierten Rechtsextremismus (AfD,NPD), Hass, Verzweiflung und Unfrieden wirkungsvoll entgegen zu treten.

DIE LINKE wird ihre ganze Kraft dafür einsetzen die berechtigten Interessen der Burbacher*innen gegenüber der Stadt, dem Stadtrat und den öffentlichen Verwaltungen zu vertreten.

Die Resolution wurde einstimmig beschlossen wurde auf der Mitgliederversammlung am 27. Februar einstimmig beschlossen. Antragsteller: Manfred Klasen.

Quelle: http://www.dielinke-saarbruecken.de/politik/meldungen/detail/artikel/die-linke-burbach-burbach-gemeinsam-burbach-fuer-alle/