DIE LINKE.  Saar 


25. November 2007

Kitakampagne

1. Der Kreisvorstand und der Kreisverband werden die vom Gründungsparteitag der LINKEN am 16. Juni beschlossene "Kita-Kampagne" aktiv unterstützen und mit Aktionen und Veranstaltungen begleiten.

2. Die Kreismitgliederversammlung fordert den Landesvorstand auf, die Kita-Kampagne der Bundespartei im Saarland umzusetzen, dabei offensiv und aktiv zu betreiben.

Begründung:

Die "Kita-Kampagne" ist ein Beschluss des Gründungsparteitages vom 16. Juni:
"Der Vorstand der Partei DIE LINKE plant für einen Zeitraum von ca. 6 Monaten eine öffentlichkeitswirksame Kampagne für kostenlose, öffentliche, steuerfinanzierte Kindertagesstätten für alle Altersgruppen. Die Einrichtungen sind als pädagogische Einrichtungen und nicht als Verwahrgelegenheiten einzufordern. Sie sind mit qualifizierten Kräften auszustatten, deren Arbeitsbedingungen tariflich geregelt werden müssen. Die Kreisverbände erhalten Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Kampagne."
Der Bundesparteivorstand hat diesen Beschluss am 25. Aug. auf seiner Vorstandssitzung einstimmig bekräftigt. Die Vorbereitungen zur Umsetzung in den Bundesländern laufen auf Hochtouren. Das nächste bundesweite Vorbereitungstreffen findet schon am Samstag, 8. Dezember, in Hannover statt. Aus jedem Landesverband sollen jetzt ein oder zwei Ansprechpersonen in Abstimmung mit den Landesarbeitsgemeinschaften LISA, Bildung und sonstiger Frauen-LAGs benannt werden, die daran teilnehmen.

Start der Kampagne soll im Frühjahr 2008 sein, Dauer ca. sechs Monate

Ziele der linken "Kita-Kampagne":

1. für die Ziele der LINKEN nach frühkindlicher Förderung, Bildung und Betreuung zu werben, die Forderung nach einem Rechtsanspruch auf frühkindliche Bildung (fordert nur DIE LINKE) herauszustellen
2. Gewinnung von Bündnispartnern, Vernetzung von Organisationen, Verbänden, Einrichtungen vor Ort
3. insbesondere bei den Landtagswahlkämpfen 2008 und 2009 sowie in den Kommunalwahlkämpfen 2009 konkrete Umsetzungsmöglichkeiten anbieten
4. Im Rahmen der Kampagne sind Initiativen zu entwickeln, die bei kommunalen Aktivitäten und von den Fraktionen der LINKEN in den kommunalen Vertretungen vor allem in den West-Bundesländern genutzt werden können.

Inhaltliche Ausrichtung / Zentrale Forderungen

Bei den LINKEN steht das Kind mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Institutionelle Kinderbetreuung ist kein Ersatz für elterliche Zuwendung, elterliche emotionale Geborgenheit und Sicherheit kann niemals gegen institutionelle aufgewogen werden. Jedoch leisten Kindereinrichtungen nach der Qualitätsvorstellung der LINKEN folgendes: sie fördern die sozialen Kompetenzen, die emotionale Entwicklung, die körperliche und geistige Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit. Da viele Kinder heutzutage oft als Einzelkind aufwachsen, ist es für die Kinder wichtig, Gemeinschaft mit anderen Kindern zu erleben.

Es geht um die Chancengleichheit für alle Kinder, unabhängig ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft. Angesichts einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen arm und reich immer mehr auseinander geht, in der sich entlang der unterschiedlichen Schichten Parallelwelten herausbilden, gewinnt diese Funktion einer Einrichtung an Bedeutung. Dieser Zusammenhang soll in der Kampagne popularisiert werden.

1. Alle Kinder haben das Recht darauf, miteinander gemeinsam spielend zu lernen. Nötig sind eine gute pädagogische Qualität und gut ausgebildetes, pädagogisches Personal.

2. Wir wollen ein flächendeckendes öffentliches und für die Eltern kostenfreies Angebot schaffen. Dazu gehört auch ein kostenfreies Mittagessen.

3. Der Ausbau der Kinderbetreuung soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Väter und Mütter erleichtern.

Landkreise sind mit zuständig
Da die Landkreise an der Finanzierung der Kinderbetreuungseinrichtungen beteiligt sind, (das Jugendamt ist an den Betriebskosten mit 35 Prozent beteiligt), und auch an Planung, Konzipierung und Qualitätssicherung (-kontrolle), betrifft dieses Thema uns auch als Kreisverband. Neben der allgemeinen Bedeutung für die Menschen in diesem Land wird uns im Hinblick auf die Entwicklung programmatischer Ziele für die Kommunalwahlen dieses Thema als linkem Kreisverband helfen, Kontakte zu Einrichtungen und Bündnispartnern zu finden. Des Weiteren erhoffen wir uns dadurch ins Gespräch auch mit jungen Männern und Frauen zu kommen und sie vielleicht auch als Mitglieder zu gewinnen.

Initiative: Dagmar Trenz
Antragsteller/innen:
Esther Didier, Manfred Klasen, Elke Lehberger, Dagmar Trenz, Ulrike Voltmer

Quelle: http://www.dielinke-saarbruecken.de/partei/kreisverband/resolutionen/detail/artikel/kitakampagne/